313er>Dagobert ist ein faszinierender Charakter und steht bei mir nach Donald an zweiter Stelle. Ohne Dagobert wäre das Duck-Universum langweilig, Donald hätte nicht seinen wichtigsten Konflikt-Partner, es gäbe nur noch Donald-Geschichten, in denen er einen Konflikt mit seinen Neffen, Zorngiebel oder Gustav hat.
313er>Ohne Dagobert gäbe es auch nicht Charakter wie Klever, Moneysac, Gundel Gaukeley, die Panzerknacker, Baptist und andere. Dagobert ist also nicht zu ersetzen und ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Duck-Universum.
313er>Sein Charakter ist auch genial. Der geizige Onkel, den scheinbar nur das Geld interessiert. In Wirklichkeit hat er aber einen weichen Kern. Nur sollte dieser nicht zu oft zum Vorschein kommen.
313er>Mich ärgert aber oft, dass Dagobert zu gemein ist, z.B. hat er schon öfters das Leben von Donald ernsthaft gefährdet.
Da gebe ich dir recht! Ich hab' zwar eine Charakteristik über Bertel verfasst, aber die ist (glaub ich) ein bisschen zu lang..... [signature]"Wer nicht leiht, der nicht bereut! Reimt sich zwar nicht, aber stimmt."[/signature]
PCTiger>Ich finde ihn gut Könntest du noch einen Grund dazu schreiben, indem du den Beitrag editierst? Dann editiere ich auch diesen.
@Nelly: Doch, stell sie hier herein. Die Charakteristik ist sehr gelungen. [signature]Donald: Nein Onkel, tu das nicht! Die sind zu zweit und wir beide sind ganz allein![/signature]
Er badet im Geld. Er liebt sein Geld. Er hat einen extra Speicher für sein Geld. Wenn man solche Sätze hört, könnte man meinen, man redet von einem Geistesgestörten. In der Tat, die Macken des Dagobert Duck sind äußerst wunderlich. Aber gerade das, macht ihn zu dem interessantesten Charakter des Disney-Universums und der Großfamilie von Donald Duck. Unca’ Scrooge McDuck (zu deutsch Onkel Dagobert Duck) wurde 1947 von dem Comicgenie Carl Barks erfunden. Allein sein (Original)-Name spricht Bände. Scrooge bedeutet Geizhals. Doch, Moment, denn Namen kennen wir doch schon! Genau, Auch Charles Dickens berühmter Roman “Ein Weihnachtsgang in Prosa” erhält eine Figur mit dem Namen “Scrooge”. Es handelt sich hier bei um den kaltherzigen und geizigen Kaufmann Ebenezer Scrooge, der durch die drei Weihnachtsgeister zum warmherzigen Menschen wird. Dagobert, dass wissen wir alle, ist auch ein Geizhals, ob er kaltherzig ist, sei dahingestellt. So kommen wir zu dem eigentlichen Thema dieses Aufsatzes: Sein Charakter. Dies müssen wir jedoch in drei Oberkategorien und fünf Unterkategorien einordnen. Dabei fange ich am besten mit seinem Schöpfer an….. Bark’sche Dagobert
Der frühbark’sche Dagobert
In seinen frühen Jahren war Dagobert ein kaltherziger, grantiger, geiziger alter Herr, der niemanden leiden konnte. Doch irgendetwas passte da nicht. Barks erkannte Dagoberts Potenzial, er wollte ihn weiter in seinen Geschichten auftreten lassen, doch wie wenn die Hauptfigur einer -bald- vielleicht eigenen Comicreihe ein “Bösewicht” war? Dagobert schien keine positive Eigenschaft zu haben, er versuchte mit den gemeinsten Mitteln seinen Neffen Donald für seine Zwecke zu gewinnen. Er war zu alt für die Abenteuer von Donald und dessen Neffen. Doch es musste sich etwas verändern. So kommen wir nun zur zweiten Charakteristik von Dagobert… zählen von Geld (Mickey’s Christmas Carol 1983)
Der hauptbark’sche Dagobert
Nachdem Barks erkannt hatte, das seine wahrscheinlich größte Figur, keine Hauptfigur mit diesen Eigenschaften werden könnte, änderte er den Charakter von Dagobert. Er wurde flexibler, es schien fast so, als ob er mit jedem vergangenen Jahr jünger wurde. Dagobert wurde trickreicher, etwas freundlicher und zeigte, das eine oder andere Mal, sogar Mitleid mit anderen. Zu dieser Zeit bekam er auch seinen Geldspeicher zur Seite gestellt und seinen geliebten Glückszehner (The Good Old Number One 1953) Fast in jeder Geschichte bekam man etwas Neues von Dagobert zu hören. Seine Hobbys, wie das Baden in Geld (“Es ist mir ein Hochgenuss darin einzutauchen, wie ein Maulwurf herum zu wühlen und es in die Luft zu werfen, das es mir auf die Glatze prasselt). Seinen Lieblingstee und sogar seine große Liebe. Nelly. Es ist wohl eine der schönsten Geschichten von Barks, besonders weil man folgendes aus Dagobert heraus sieht: zum einem will er Nelly wieder sehen, er freut sich darauf, er redet mit glitzernden Augen über sie, doch dann erzählt er von ihren nicht bezahlten Schulden, einen Betrag von über 1000000 Talern. Die Jungs meinen er wäre hartherzig, nehmen dies jedoch am Ende der Geschichte zurück, als sich herausstellt das Dagobert Nelly absichtlich zu einer Goldader geführt hatte….
Der spätbark’sche Dagobert
In der letzten Phase seiner Comickarriere machte Barks keine Charakteristiken mehr über Dagobert. Er ließ Dagobert etwas “verweichlichen”, will sagen Dagobert mutierte zum lieben Opa, was man vom hauptbark’sche Dagobert doch gar nicht kannte! Es war ein bisschen enttäuschend, die Geschichten waren gut, doch sie hatten nicht mehr die Würze und den Witz, den der hauptbark’sche Dagobert einer Geschichte verlieh….
Der italienische Dagobert
Im Gegensatz zu dem rosa’schen Dagobert (siehe weiter unten) Ist Dagobert in den italienischen Geschichten ein kleiner Angeber. Er prahlt oft rum, verplappert sich des Öfteren und schreckt auch nicht vor kriminellen Handlungen zur Vermehrung seines nicht bescheidenen Vermögen zurück. Oft degradiert er Donald zum Münzen polieren, damit dieser seine schier unendlichen Schulden bei Dagobert abarbeiten kann. Dagobert geht regelmäßig auf die Suche nach Schätzen, Nimmt dabei seine Neffen mit und muss sich (meistens) dabei gegen Gundel Gaukeley , Klaas Klever und den Panzerknackern (alle von Barks erfunden) wehren. In den LTB’s (Disneys Lustige Taschenbücher) hat er außerdem eine Verehrerin, Gitta Gans. Dies ist auch ein interessantes Thema. Dagobert will auf keinen Fall mit ihr eine Beziehung eingehen (Ihr Lebensstil sei ihm zu teuer), doch trotzdem genießt er die Aufmerksamkeit, die er von ihr bekommt. Gitta (Erfunden von Romano Scarpa) ist nicht an seinem Geld, sondern nur an seiner Person interessiert, was er des Öfteren nicht glauben will. In einer Geschichte will er sie sogar heiraten, aber nur wegen eines Grundstückes, was sie hat und er haben will. Auch ein gutes Beispiel für Dagoberts typisch italienisches “zu schnell handeln”. Würde er sich nachdem er dieses Grundstück erworben hatte, scheiden lassen, bekäme sie erstens vielleicht ihr Grundstück zurück und zweitens einen Patzen Geld seines Vermögens…
Der rosa’sche Dagobert
Im Gegensatz zu dem italienischen ist der rosa’sche Dagobert ein vom Grund aus ehrlicher Mensch (oder Erpel). Er hat nur einmal in seinem Leben etwas schlechtes getan. (Zu lesen im SLSM Kapitel 11.) Bei Rosa ist Dagobert ein eher romantischer Mensch, er schwelgt sehr gerne und sehr oft in Erinnerungen und in der Vergangenheit. Was ich oben vergessen habe zu erwähnen, der italienische Dagobert nicht tut. Dieser lebt sehr in der Gegenwart und ist normalerweise in fast allen Geschichten froh, nicht daran erinnert zu werden. Besonders auffällig bei Rosa ist, das er aus Dagobert einen “harte Schale, weicher Kern” Typ macht. Dagobert ist immer gemein zu seinem Neffen Donald, schikaniert ihn bis aufs äußerste, doch tut dies nur, damit Donald lernt was harte Arbeit ist. Nach Rosas Stammbaum der Ducks, hat Dagobert zwei kleinere Schwestern: Mathilda und Dortel (Donalds Mutter). Mit diesen hatte er jedoch seit Kapitel 11 seiner oben erwähnten Lebensgeschichte (SLSM steht für Onkel Dagobert- Sein Leben, seine Milliarden) Streit. Erst in der Geschichte “Ein Brief von daheim” konnte er sich mit seiner Schwester Mathilda versöhnen. (Dortel wollte Rosa auch vorkommen lassen, dies ließ der Egmont Ehapa Verlag nicht zu, weil man sonst erklären musste, warum sie nie mit Donald in Kontakt getreten war... Bei Rosa zeigt sich vor allem seine Intelligenz gegenüber den Feinden. Er verplappert sich nicht und er prahlt nicht wie der italienische Dagobert herum. Bei Rosa hat Dagobert enorme Bindungsangst. (Was man an seinem seltenen ,oder nicht existierenden Kontakt zu weiblichen Entendamen unschwer erkennen kann…
Nun haben Sie ihn ein bisschen besser kennen gelernt, den reichsten Erpel der Welt. Vielleicht sehen ihn jetzt ein wenig anders. Nicht mehr als geistesgestörten Spinner, oder als geizigen, kaltherzigen Mann, nein vielleicht sehen sie ihn jetzt wie ich: als bemitleidenswerte Person, der es einfach nur am Wichtigsten im Leben fehlt. Dem Vertrauen und der Liebe.
Sehr gut, dass ist doch die die du auch schon ins LTB-Forum geschrieben hast, oder? Gut gelungen [signature]Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.[/signature]
Danke! Da ich es bis jetzt versäumt habe, Beiträge zu bewerten, fange ich mal gleich damit an.
Fast schon schade, dass es hier keine zwei Meinungen gibt, aber Dagobert ist eigentlich auch bei niemanden unbeliebt...
Vielleicht könnte man noch darüber diskutieren, ob der Barks-Dagobert, der Rosa-Dagobert, der Egmont-Dagobert (also alle anderen außer Rosa) oder der italienischen Dagobert am besten ist...
Ich persönlich finde den Barkschen und den Rosaschen Dagobert am besten. Den italienischen Dagobert mag ich nicht so, der ist mir zu unsympathisch und macht sich in der letzten Zeit zum Trottel. (Das Hexenhandy)
Barks Dagobert finde ich auch gut, wobei ich den rosaschen Dagobert bevorzuge, weil dort das typische Harte Schale- weicher Kern Schema ist.
Na ja, eigentlich mag ich alle Dagoberts, aber der rosasche ist mir, persönlich, am liebsten!
(Diesen Smile musste ich machen, auch wenn er nicht zum Beitrag passt, aber den find' ich gut!) [signature]"Wer nicht leiht, der nicht bereut! Reimt sich zwar nicht, aber stimmt."[/signature]
Nelly>Ich persönlich finde den Barkschen und den Rosaschen Dagobert am besten. Nelly>Den italienischen Dagobert mag ich nicht so, der ist mir zu unsympathisch und macht sich in der letzten Zeit zum Trottel. (Das Hexenhandy)
Zuerst einmal: Du hast wohl das neue LTB gelesen. Bewertung her! (um das mal forsch auszudrücken )
In der Geschichte unterlag er ja einem Zauber. Außerdem ist das bei Rosa auch nicht anders, siehe "Vergiss es".
Aber ich finde auch, dass der italienische Dagobert nicht an den rosa'schen und dem von Barks (barks'schen klingt blöd...) herankommt. Und dort wird er auch immer mal wieder zu übertrieben dargestellt, also zu gewaltsam.
Im aktuellen LTB in der Egmont-Geschichte "König Klinkamons Gold" gefällt er mir aber auch nicht, da er dort ziemlich brutal vorgeht.
Nelly>Barks Dagobert finde ich auch gut, wobei ich den rosaschen Dagobert bevorzuge, weil dort das typische Harte Schale- weicher Kern Schema ist. Da stimme ich dir zu. Rosa sollte aber nicht ganz so oft seinen weichen Kern zeigen, auch wenn ich es bisher immer gut fande. Denn der kam schon des öfteren zum Vorschein, z.B. in SLSM, "Lebensträume", "Ein Brief von daheim" "Sir Majestät Dagobert I" usw.
Nelly>Na ja, eigentlich mag ich alle Dagoberts, aber der rosasche ist mir, persönlich, am liebsten! Da stimme ich dir auch wieder zu.
Nelly> (Diesen Smile musste ich machen, auch wenn er nicht zum Beitrag passt, aber den find' ich gut!) Du kannst ihn bestimmt als deinen persönlichen Smiley haben... [signature]Donald: Nein Onkel, tu das nicht! Die sind zu zweit und wir beide sind ganz allein![/signature]
Die beste Dagobert Duck Geschichte in einem neuen LTB war für mich "Gestrandet" in LTB 360: Spiel auf Zeit. Hätte ich das für den BE rezensieren müssen hätte ich ne 1+ gegeben, die geschichte ist klasse!!!!
caesar23>ich liiiebe ein "Brief von daheim" Ich auch. Es ist meine Lieblings-Disney-Geschichte und ich denke, sie kann nur von Rosa selbst übertroffen werden.
@maddis: Auch hier stimme ich zu. "Gestrandet ist einer der besten Geschichten des Jahres, auch wenn ich "nur" eine 1- vergeben hätte. Aber die stärkste Egmont-Arbeit ist es allemal.
Übrigens hat Rune Meikle dort Anspielungen auf Barks gemacht. Einmal auf Klondike und dann noch auf Bombie der Zombie, den ich leider nur von Rosa (SLSM sowie "Lebensträume") kenne, aber zu meinen Lieblingscharaktern gehört.
Übrigens vom übrigens : Ich muss mir dringend mal ein bisschen Barks-Literatur beschaffen, ich schäme mich ja das ich "Wiedersehen mit Klondike", die Zwergindianer, Tralla La, Midas usw. nicht kenne. [signature]Donald: Nein Onkel, tu das nicht! Die sind zu zweit und wir beide sind ganz allein![/signature]
Na ja, die Bewertung für's LTB erfolgt gleich! Ja, da hast du recht, Dagoberts weiche Seite kommt bei Rosa sehr oft vor, wobei ich gestehen muss, das ich diese Seite bevorzuge! [signature]"Wer nicht leiht, der nicht bereut! Reimt sich zwar nicht, aber stimmt."[/signature]
Densmiley kannst du gerne als dein symbol haben, ich werden den code aber nicht verändern, weil man sonst ja alle Beiträge editieren müsste.
Zum Thema: Mir ist Rosa's Dagobert mit dem Harte Schale-Weicher Kern-Darstellung auch am liebsten, mir geht es allerdings wie 313er, das der weiche Kern nicht allzu oft gezeigt werden sollte, der weiche Kern ist nämlich wie Dagobert's "Geheimnis" würde ich mal sagen. Und wenn das "Geheimnis" zu oft gezeigt wird wär's ja keins mehr^^.
"Ein Brief von daheim" habe ich leider nicht:(:(:(, könnt ihr mir sagen, wo diese Geschichte erschienen ist? [signature]Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.[/signature]
wilderpel>"Ein Brief von daheim" habe ich leider nicht:(:(:(, könnt ihr mir sagen, wo diese Geschichte erschienen ist? Wie du auf dieser Seite nachlesen kannst, in MM 17-19 2004, sowie in OD 30. Ich hoffe, sie kommt auch irgendwann in der HoF raus, was aber noch sehr lange dauern kann und soll.